Mit dem Wohnmobil an den Traunsee (Stellplatz Rindbach)

Das Gute liegt so nah – das trifft es, wenn wir Oberösterreicher die Urlaubsdestination Salzkammergut mit vielfältiger Landschaft und zahlreichen Seen unter ein Motto stellen müssten. Dieses Wochenende sollte endlich der Traunsee für einen Wohnmobil Ausflug an die Reihe kommen. Schließlich gibt es in Rindbach/Ebensee einen praktischen Stellplatz, der zwar etwas teuer, aber dafür sehr gut gelegen ist.

Freizeitanlage Rindbach in der Früh

Die Fahrtstrecke an den Traunsee beträgt für uns nur rund 1,5 Stunden, somit hatten wir keine Eile und brachen am Samstagvormittag nach dem Frühstück auf. Unseren Bus hatten wir bereits am Vorabend beladen und den Thule-Fahrradträger* schon montiert (kein Problem, die Heckklappe lässt sich ja trotzdem öffnen). Wir wollten unser Ziel, den Stellplatz am Badeplatz in Rindbach/Ebensee kurz nach Mittag erreichen. Das Wetter war etwas bewölkt, was sich für uns jedoch als glückliche Fügung herausstellen sollte.

Tarife am Stellplatz Rindbach

Bei unserer Ankunft waren die schätzungsweise insgesamt 50-70 Plätze des Stellplatzes erst rund zu einem Drittel gefüllt. Der Parkplatz der „Freizeitanlage Rindbach“ besteht aus 2 Bereichen: einem normalen Tagesparkplatz für PKWs, an dem Parken für Wohnmobile nicht erlaubt ist und einem ausgewiesenen Teil für Wohnmobile, an dem man pro angefangene 24 Stunden ein Tagesticket für € 20,- am Automaten lösen muss.  

Für diesen Tarif gibt es WCs und eine Abwasch-Gelegenheit, jedoch keine Warmwasserduschen. Die Duschen des Badeplatzes (Kaltwasser, im Freien) können natürlich genutzt werden. Freilich ist dies kein Schnäppchen, aber in Anbetracht der Tatsache, dass es sich um eine der beliebtesten Regionen Österreichs handelt und der Platz direkt am See liegt, finden wir den Preis ok.

Stellplätze braucht das (Tourismus-) Land!

Wir würden es begrüßen, wenn möglichst viele Tourismusgemeinden Stellplätze errichten, auch wenn diese natürlich etwas kosten. Was wir an Plätzen dieser Art im Vergleich zu Campingplätzen so schätzen ist, dass man kommen und gehen kann, wann man will, ohne an Rezeptionszeiten, Ruhezeiten oder Reservierungen gebunden zu sein. Leider ist Österreich mit einfachen Stellplätzen nicht gerade gesegnet und das Freistehen ist vor allem in touristischen Gegenden vielerorts verboten. Ein offizieller Platz hat zudem den Vorteil, dass man das Hochdach aufklappen und die Campingstühle verwenden kann, da man nicht dazu vergattert ist, den Anschein eines parkenden Autos vorgaukeln zu müssen.

Freier Platz? Bitte warten!

Apropos Campingstühle: man kann jegliches Equipment am Platz in Rindbach natürlich verwenden und vor dem Wohnmobil platzieren, allerdings nur, wenn es auch dort parkt. „Herrenlose“ Stühle, Tische etc., die zurückgelassen werden, werden entfernt. Daher kann man den Platz nicht verlassen, um z. B. einkaufen oder essen zu gehen, ohne diesen gleichzeitig für Neuankömmlinge freizugeben.

Wie begehrt der Platz ist, stellten wir am Abend fest: als wir von unserem Fußmarsch zur Mostschenke zurückkehrten, standen bereits einige Wohnmobile Schlange bzw. warteten auf dem PKW-Parkplatz darauf, dass jemand aus dem Stellplatz ausfährt. Uns wurde schlagartig klar: für Sonntag war sonniges Wetter gemeldet und die Tatsache, dass es an unserem Ankunftstag bedeckt war, hat uns wohl zu einer wesentlich entspannteren Ankunft verholfen. Da die Sommerferien noch nicht begonnen hatten, können wir uns vorstellen, dass man ab Juli wohl eher schwer einen Platz hier bekommt, um mit dem Wohnmobil 1-2 Tage am Traunsee zu verbringen.

Mountainbiketour von Ebensee zu den Langbathseen

Nach einem kleinen Mittagssnack packten wir unsere Mountainbikes aus ihren Velosocks* und starteten zu einer rund 38 km langen Radtour zu den Langbathseen. Die nur 530 Höhenmeter dieser tollen Runde hat man allerdings fast an einem Stück zu fahren. Der Weg führt zuerst eher flach auf Asphalt und danach auf Forststraße zum vorderen Langbathsee und danach steil ansteigend zum höchsten Punkt der Tour, knapp nach dem Abzweiger zum Abstecher zum hinteren Langbathsee (den wir leider verpasst haben). Über Neukirchen geht es über eine wenig befahrene Straße mit tollen Ausblicken sowie einige Feldwege zurück an den See nach Traunkirchen. Die kurze Rast an der dortigen Seepromenade ließ echte Urlaubsgefühle aufkommen, obwohl wir nicht weit von zuhause weg waren.

Wenn du Interesse hast, diese Tour nachzufahren, senden wir dir gerne den GPX-Track! Schreib uns einfach mithilfe der Kommentarfunktion unten eine Nachricht!

Empfehlenswerte Mostschenke

Nach einem erfrischenden Bad beschlossen wir, in der uns bereits bekannten, vorzüglichen Mostschenke essen zu gehen. Doch vorher wollten wir den Anblick des Sees noch etwas genießen genehmigten uns eine Flasche Frizzante an dessen Ufer (praktisch und lange kühl halten unsere Weingläser aus Edelstahl*). Außerdem würden unsere Bambus-Mikrofaserbadetücher* in der Zwischenzeit schnell trocknen (eine Empfehlung für alle, die keine nassen Badetücher im Wohnmobil haben wollen). Es war zwar etwas kühl und windig geworden, aber dank Akku-Reisefön* hatte ich keine nassen Haare, die der Gemütlichkeit Abbruch taten.

Wie es so ist, wenn es gemütlich ist, verging die Zeit etwas schneller als gedacht und der Fußweg zur Mostschenke war länger als eingeschätzt (das nächste Mal würden wir mit dem Rad fahren), somit kredenzte man uns dort nur mehr eine kalte Jause, die jedoch liebevoll arrangiert und serviert war und uns über unsere anfängliche Enttäuschung hinwegtröstete.

Eine Nacht am See

Der Himmel war sternenklar als wir zu unserem VW-Bus zurückkamen, die Wolken waren verschwunden. Der „Lacus felix“, wie der Traunsee auch genannt wird, lag ruhig und majestetisch vor uns. Wir freuten uns bereits auf die Bootstour an der Traun, die wir für morgen – gemeinsam mit unserem Freund Axel, der nachkommen wollte – geplant hatten.

Traunsee by night

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